Jury kürt Siegerentwurf: Einstimmige Entscheidung für Entwurf der Arbeitsgemeinschaft raumwerk/GHP

Ein wichtiger Schritt für das neue Stadtquartier an den Stuhlrohrhallen in Hamburg-Bergedorf ist vollzogen: Nachdem im Oktober 2016 der Wohnbauentwickler BUWOG Group gemeinsam mit dem Bezirksamt Hamburg-Bergedorf und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zum großen Wettbewerb für Planungskonzepte zum Quartier aufgerufen hatte, wurde nun aus den Entwürfen von acht namhaften Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern ein richtungsweisendes Siegerprojekt ausgewählt.

Jurysitzung am 11. Januar 2017

Zur Jury unter Vorsitz von Prof. Zvanko Turkali zählte auch der Hamburger Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter. Bei der Jurysitzung am 11. Januar 2017 entschieden sich die acht Jurymitglieder einstimmig für den Entwurf des Planerteams raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung, Frankfurt a. M., und GHP Landschaftsarchitekten, Hamburg.

Die Anforderungen an den prominenten Standort am Schleusengraben waren klar definiert: In erster Linie soll das Quartier zentrale Wohnnutzung bieten und somit der drängenden Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum in Hamburg begegnen. Neben den geplanten mind. 1000 neuen Wohneinheiten sind wohnverträglicher Einzelhandel, Büros, Arztpraxen und eine Kita vorgesehen. So soll in Bergedorfs Mitte ein buntes und lebendiges Wohnquartier mit einer Mischung aus Mietwohnungen, Sozialwohnungen und Eigentumswohnungen entstehen.

Bürgerinnen und Bürger im Gespräch mit den Planerteams

Aber nicht nur den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern wird die Struktur des neuen Quartiers einen Mehrwert bieten, sondern ganz Bergedorf soll von den neuen Möglichkeiten, von attraktiven Durchwegungen und neuen Zugängen zum Wasser profitieren. Das war auch eine der Kernforderungen der Bürgerinnen und Bürger, die sich im November 2016 zur „Gläsernen Werkstatt“ mit den teilnehmenden Planungsbüros trafen und ihre Ideen und Wünsche zum Areal an den Stuhlrohrhallen formulierten.

Der Siegerentwurf

Alexander Happ, Geschäftsführer Development Deutschland bei der BUWOG Group über den Siegerentwurf:

„Die Bergedorfer lieben ihr Wasser und wünschen sich durch Neubauprojekte eine Stärkung dieser Standortqualität. Dieser Aspekt wurde vom Siegerentwurf am besten verinnerlicht. Unser Projekt wird nicht nur einen neuen öffentlichen Weg entlang des Schleusengrabens schaffen, sondern durch ein Wasserbecken innerhalb des Quartieres ein ganz neues Zusammenspiel zwischen modernem Quartier und Leben am Wasser ermöglichen.“

Und auch Daniel Riedl, CEO der BUWOG Group, lobt die Qualität des Siegerentwurfs und die Bemühungen aller Beteiligten, im Herzen Bergedorfs ein neues attraktives Quartier mit breiter Stahlkraft für den gesamten Bezirk zu schaffen:

„Schon jetzt wird deutlich, wie groß das Interesse daran ist, an diesem Standort neue Impulse für Bergedorf zu setzen. Das geht am besten gemeinschaftlich. Mit dem Wettbewerb sind wir einen sehr guten Weg im Dialog mit Politik, Bürgern und Verwaltung gegangen. Mein Dank gilt nicht nur dem Planerteam des Siegerentwurfs, sondern allen teilnehmenden Büros, die sich mit großer Expertise und hohem Engagement der Aufgabe gestellt haben, sowie allen Begleitern des Wettbewerbs, insbesondere Herrn Arne Dornquast und Herrn Uwe Czaplenski und ihren Mitarbeitern.“

Das Stadtquartier in Bergedorf ist für das deutsch-österreichische Wohnungsunternehmen von besonderer Bedeutung, da sich die BUWOG langfristig für die Entwicklung des Stadtteils einsetzen und den Anteil der Mietwohnungen dauerhaft im eigenen Bestand halten wird.

Mit dem Siegerentwurf des städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahrens beginnt nun die weitere Planung für das Areal, bei der unter anderem in Abstimmung mit dem Denkmalschutz an einem Nutzungskonzept für die Stuhlrohrhallen gearbeitet wird. Der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens auf Grundlage des ausgewählten Entwurfs stimmte der Stadtentwicklungsausschuss am 1. Februar 2017 einstimmig zu.

Die Jurymitglieder

Die Abbildungen zum städtebaulichen Entwurf entsprechen dem Stand bei Abschluss des Gutachterverfahrens und werden derzeit überarbeitet.

Quelle der Abbildungen zum Entwurf: raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung

Quelle Lageplan: GHP Landschaftsarchitekten

Foto der Jurymitglieder v.l.n.r.: Ernst Heilmann, Prof. Zvonko Turkali, Prof. Jörn Walter, Daniel Riedl, Uwe Czaplenski, Alexander Happ, Peter Gabriel, Andreas Kipar
Quelle Foto der Jurymitglieder: Fabian Frühling