Aktuelle Fakten rund um das Stuhlrohrquartier in Bergedorf

Beim „Runden Tisch“ am 5.12. haben wir auf Einladung des Bezirksamts die aktuelle Planung vorgestellt und Fragen beantwortet – hier ein Auszug.

Was wird in Bergedorf gebaut?

Im Stuhlrohrquartier entstehen vor allem Wohnungen, denn Wohnraum wird in Hamburg dringend gebraucht. Der Entwurf sieht eine klassische Randbebauung mit ruhigen Innenhöfen vor.Durch das Quartier zieht sich eine 3.000 Quadratmeter große Wasserfläche mit Wasserhäusern. Im Südosten schließt ein Wohnhochhaus mit 20 bis 22 Geschossen an. Die Stuhlrohrhallen werden denkmalschutzgerecht saniert und von allen Seiten über öffentliche Plätze und Wege zugänglich gemacht. So bleiben sie als namensgebende Perle des Quartiers erhalten.

Für die drei Hallen wird es Nutzungskonzepte geben für Handel, Freizeit und Soziales:

  • Eine Halle kann als Markthalle fungieren mit einem Mix aus Einzelhandel, Handwerk und Lebensmittelständen
  • Die zweite Halle kann zu einem Spiel- und Freizeitzentrum werden, z.B. Indoor-Spielplatz, Kletteranlage, Hallen-Minigolf o.ä. Hier sind unterschiedliche Betreiber denkbar, zum Beispiel die Bergedorfer Vereine
  • In der dritten Halle ist eine Kita mit Raum für 200 Kindern geplant

Sie haben Ideen oder möchten sich mit Ihrem Gewerbe, Ihrer Initiative oder Ihrem Verein an der Hallennutzung beteiligen? Melden Sie sich gern über die Funktion KONTAKT

Zum YouTube-Film des Areals geht es HIER ENTLANG.

Wie kam der Plan für das Stuhlrohrquartier zustande?

Im Oktober 2016 hat die BUWOG Group gemeinsam mit dem Bezirksamt Bergedorf und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen einen Wettbewerb für Planungskonzepte zum Quartier ausgelobt. Bei der Jurysitzung im Januar 2017 entschieden sich die acht Jurymitglieder einstimmig für den Entwurf des Planerteams raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung, Frankfurt a. M., und GHP Landschaftsarchitekten, Hamburg.

Die anschließende Überarbeitung nach dem Wettbewerb verzichtet auf die Überbauung der Stuhlrohrhallen, die Flächen werden teilweise kompensiert durch Aufstockungen der Gebäude. Die so entstandene Planung wurde im Stadtentwicklungssauschuss zweimal vorgestellt und am Ende einstimmig angenommen.

Das Ergebnis:

  • Westliche Blöcke: Gemäß Wettbewerbsentwurf, „6+2“ (6 Etagen plus 2 Staffelgeschosse)
  • Östliche Blöcke: Gemäß Wettbewerbsentwurf, „5+2“ (5 Etagen plus 2 Staffelgeschosse)
  • Wasserhäuser: Erhöht von 11 auf jetzt 12 Geschosse
  • Hochhaus: Gemäß Wettbewerbsentwurf, 20 Geschosse
  • Gebäude vor dem Hochhaus: Erhöht von 2-3 auf 3-4 Geschosse

Auch das Denkmalschutzamt war beim Wettbewerb eingebunden und hat alle Entwürfe geprüft. Dort wird die aktuelle Planung als Verbesserung der Situation für die denkmalgeschützte Stuhlrohrhalle gesehen. Außerdem haben wir unsere Ideen und Konzepte für die Halle auch bereits beim Denkmalschutzamt vorgestellt und befinden uns hier im laufenden Austausch.

Warum ist dieser Standort für eine dichte Bebauung sinnvoll?

Hamburg wächst und braucht dringend neuen Wohnraum. Im Hinblick auf Bodenversiegelung und Nachhaltigkeit ist es besser, dass Städte im Zentrum kompakt verdichtet werden und „in die Höhe wachsen“. Das verhindert, dass die Städte „nach Außen“ wachsen, Grünflächen versiegelt werden und Wohnquartiere entstehen, die viel Autoverkehr erzeugen. Heute ist das Stuhlrohrquartier eine überwiegend ungenutzte, versiegelte Fläche mit guter Anbindung an den ÖPNV. Das Stuhlrohrquartier in Bergedorf hat eine direkte Innenstadtlage und liegt unmittelbar neben dem Hauptbahnhof. Hier ist der richtige Ort um viel Wohnraum von hoher Qualität zu schaffen. Davon profitieren die Menschen, die eine Wohnung suchen aber auch die Bergedorfer selbst. Denn wächst ein Ort, dann steigt auch die Kaufkraft. Das stärkt auch den lokalen Einzelhandel und das Handwerk vor Ort.

 

Sicht auf das Gelände (Visualisierung: BUWOG Group). Am Schleusengraben (rechts im Bild) wird eine Promenade Richtung Serrahn entstehen. Durch das Quartier zieht sich eine quartierseigene Wasserfläche, die vor der Stuhlrohrhalle und zwischen den Blockrändern große Treppenanlagen für die Öffentlichkeit bietet.

Visualierungen

Visualisierung Wasserbecken im Stadtquartier, rechts eines der drei Wasserhäuser

Wasserbecken mit Wasserhäusern (rechts) und Gewerbe an der Promenade (links)

Inmitten des Quartiers - links das Wasserbecken, rechts ein Teil der Stuhlrohrhallen, hier mit Gastronomiekonzept

Wasserhaus 1, gesehen  vom Schleusengraben in Richtung Westen – rechts die Stuhlrohrhallen mit Gastronomie

 

Die Untersuchung „Mehr Stadt in der Stadt – Chancen für mehr urbane Wohnqualitäten in Hamburg“ hebt die ökologische Qualität von Dichte hervor:

„Alternative Mobilitätskonzepte und die Möglichkeit zur Fortbewegung mit dem Fahrrad oder zu Fuß werden durch dichte Strukturen und eine urbane Verflechtung der Nutzungen begünstigt. Die Zahlen zur Nutzung verschiedener Verkehrsmittel in Hamburg belegen dies: In der kompakten Inneren Stadt werden die Wege sehr viel häufiger zu Fuß, per Rad oder per ÖPNV zurückgelegt als in den äußeren Stadtteilen. 44% der Haushalte in der Inneren Stadt besitzen keinen Pkw.“ Die komplette Untersuchung finden Sie HIER oder über diesen Link: https://tinyurl.com/ybe7psg2

Wie profitiert Bergedorf vom Stuhlrohrquartier?

Die Stuhlrohrhallen werden denkmalschutzgerecht saniert und rundum zugänglich gemacht. Wir öffnen das Gelände, dort wo bisher Zäune das Quartier versperren:

Blick auf das Gelände (November 2017):

Hinter den Stuhlrohrhallen (Anlieferbereich „Dänisches Bettenlager“):

Künftig soll hier eine Promenade sein. Wer vom Süden entlang des Schleusengrabens spaziert oder mit dem Fahrrad kommt, der kann dann entlang des Ufers an der neuen Promenade bis zum Serrahn laufen. Damit steigern wir auch die Attraktivität Bergedorfs für Besucher und Touristen und stärken den Einzelhandel und die Gastronomie am Serrahn. Und nicht zuletzt: Es entsteht dringend benötigter Wohnraum.

Übrigens: Im Quartier sind wohnverträglicher Einzelhandel, Büros, Arztpraxen und eine Kita vorgesehen. So wächst in Bergedorfs Mitte ein buntes und lebendiges Wohnquartier.

Welche Wohnungen entstehen?

Die BUWOG baut Eigentumswohnungen, Mietwohnungen und ein Drittel geförderten Wohnungsbau. Die BUWOG baut dabei auch in den eigenen Bestand. Das bedeutet, dass wir einen Teil der neuen Wohnungen selbst behalten und diese vermieten und verwalten. Somit bleibt die BUWOG langfristig im Stuhlrohrquartier engagiert und hat selbst ein großes Interesse an einem erfolgreichen und lebendigen Stuhlrohrquartier.

 Wie viel Wohnfläche entsteht?

Insgesamt entstehen im Stuhlrohrquartier ca. 150.000 m² BGF (Bruttogeschossfläche). Die Größe „BGF“ beinhaltet Außenwände, Treppenhäuser, etc. Davon

  • 10.000 m² BGF Gewerbe, 140.000 m² BGF Wohnen
  • Tatsächliche Wohnfläche (etwa 75% der BGF): 105.000 m²

Die Frage, wie viele Wohnungen genau entstehen, lässt sich erst genau beantworten, wenn die einzelnen Grundrisse geplant sind. Je nachdem, welche durchschnittliche Fläche pro Wohnung man zugrunde legt, kommt man rechnerisch auf eine unterschiedliche Anzahl von Wohnungen. Maßgeblich für unsere Planung ist die „Tatsächliche Wohnfläche“ von 105.000 m².

Fragen um Projekt? Kommen Sie gerne auf uns zu!