Entwicklung eines neuen Stadtquartiers in Bergedorf

Auf dem Gelände der ehemaligen Stuhlrohrfabrik in Bergedorf entsteht ein neues Wohnquartier. Das Entwicklungsgebiet liegt fußläufig zum Bahnhof Bergedorf und schließt im Osten unmittelbar an den Schleusengraben an. Es umfasst eine Fläche von ca. 55.000 Quadratmetern in attraktiver Wasserlage. Das deutsch-österreichische Wohnungsbauunternehmen BUWOG erwarb das Grundstück im April 2016 und strebt für die Entwicklung höchste urbane Qualität an, auch aufgrund der großen Bedeutung der Fläche für den Bezirk: Das Projekt ist ein wichtiger Baustein der Stadtentwicklung entlang des Schleusengrabens, die von allen Fraktionen unterstützt wird.

 

 

Mit dem Baubeginn 2018/19 wandelt sich das bislang rein gewerblich genutzte Areal Schritt für Schritt in ein gut durchmischtes Wohnquartier. Die Hallen der ehemaligen Stuhlrohrfabrik werden zum prägenden baulichen Element des neuen Gebäudeensembles und sollen in eine zeitgemäße Nachnutzung überführt werden.

In erster Linie soll das Quartier zentrale Wohnnutzung bieten und somit der drängenden Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum in Hamburg begegnen. Neben der Vielzahl an Wohneinheiten sind wohnverträglicher Einzelhandel, Büros, Arztpraxen sowie Kitas geplant. So entsteht in Bergedorfs Mitte ein buntes und lebendiges Wohnquartier mit einer Mischung aus Mietwohnungen, Sozialwohnungen und Eigentumswohnungen. Die BUWOG wird sich langfristig für die Entwicklung des Stadtteils einsetzen und den Anteil der Mietwohnungen dauerhaft im eigenen Bestand halten.

Die Freiräume im Quartier sollen zum vielseitigen Angebot für Jung und Alt werden. Neben Spielmöglichkeiten sind private und öffentliche Erholungsräume vorgesehen. Freiflächen und Außenanlagen sind weitestgehend autofrei geplant. Darüber hinaus entsteht durch das Projekt eine Promenade entlang des neuen Quartiers sowie eine seit den 1990er Jahren diskutierte öffentliche Fuß- und Radwegverbindung von der Bergedorfer Innenstadt entlang des Schleusengrabens in die Vier- und Marschlande.

Durch ein Gutachterverfahren mit internationalen Planungsbüros wurde ab Herbst 2016 die städtebauliche Lösung für das neue Quartier entwickelt. Die Jury entschied sich Anfang 2017 einstimmig für den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung aus Frankfurt und GHP Landschaftsarchitekten aus Hamburg. Im Vorfeld der Juryentscheidung suchte die BUWOG auch den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern: Im Rahmen des Gutachterverfahrens blickten sie den Architekten noch während der Entwurfsphase über die Schulter und diskutierten gemeinsam über die Entwürfe.

Das neue Stadtquartier auf einen Blick

Projektstart/Grundstückskauf: April 2016
Baubeginn: 2018/19
Grundstücksgröße: ca. 55.000 m²
Nutzungen: Wohnnutzung (Mischung aus Mietwohnungen, Sozialwohnungen und Eigentumswohnungen), Kinderbetreuungsangebote, wohnverträgliches Gerwerbe