Aktuelles

Aktuelle Fakten rund um das Stuhlrohrquartier in Bergedorf

Beim „Runden Tisch“ am 5.12. haben wir auf Einladung des Bezirksamts die aktuelle Planung vorgestellt und Fragen beantwortet – hier ein Auszug.

Was wird in Bergedorf gebaut?

Im Stuhlrohrquartier entstehen vor allem Wohnungen, denn Wohnraum wird in Hamburg dringend gebraucht. Der Entwurf sieht eine klassische Randbebauung mit ruhigen Innenhöfen vor.Durch das Quartier zieht sich eine 3.000 Quadratmeter große Wasserfläche mit Wasserhäusern. Im Südosten schließt ein Wohnhochhaus mit 20 bis 22 Geschossen an. Die Stuhlrohrhallen werden denkmalschutzgerecht saniert und von allen Seiten über öffentliche Plätze und Wege zugänglich gemacht. So bleiben sie als namensgebende Perle des Quartiers erhalten.

Für die drei Hallen wird es Nutzungskonzepte geben für Handel, Freizeit und Soziales:

  • Eine Halle kann als Markthalle fungieren mit einem Mix aus Einzelhandel, Handwerk und Lebensmittelständen
  • Die zweite Halle kann zu einem Spiel- und Freizeitzentrum werden, z.B. Indoor-Spielplatz, Kletteranlage, Hallen-Minigolf o.ä. Hier sind unterschiedliche Betreiber denkbar, zum Beispiel die Bergedorfer Vereine
  • In der dritten Halle ist eine Kita mit Raum für 200 Kindern geplant

Sie haben Ideen oder möchten sich mit Ihrem Gewerbe, Ihrer Initiative oder Ihrem Verein an der Hallennutzung beteiligen? Melden Sie sich gern über die Funktion KONTAKT

Zum YouTube-Film des Areals geht es HIER ENTLANG.

Wie kam der Plan für das Stuhlrohrquartier zustande?

Im Oktober 2016 hat die BUWOG Group gemeinsam mit dem Bezirksamt Bergedorf und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen einen Wettbewerb für Planungskonzepte zum Quartier ausgelobt. Bei der Jurysitzung im Januar 2017 entschieden sich die acht Jurymitglieder einstimmig für den Entwurf des Planerteams raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung, Frankfurt a. M., und GHP Landschaftsarchitekten, Hamburg.

Die anschließende Überarbeitung nach dem Wettbewerb verzichtet auf die Überbauung der Stuhlrohrhallen, die Flächen werden teilweise kompensiert durch Aufstockungen der Gebäude. Die so entstandene Planung wurde im Stadtentwicklungssauschuss zweimal vorgestellt und am Ende einstimmig angenommen.

Das Ergebnis:

  • Westliche Blöcke: Gemäß Wettbewerbsentwurf, „6+2“ (6 Etagen plus 2 Staffelgeschosse)
  • Östliche Blöcke: Gemäß Wettbewerbsentwurf, „5+2“ (5 Etagen plus 2 Staffelgeschosse)
  • Wasserhäuser: Erhöht von 11 auf jetzt 12 Geschosse
  • Hochhaus: Gemäß Wettbewerbsentwurf, 20 Geschosse
  • Gebäude vor dem Hochhaus: Erhöht von 2-3 auf 3-4 Geschosse

Auch das Denkmalschutzamt war beim Wettbewerb eingebunden und hat alle Entwürfe geprüft. Dort wird die aktuelle Planung als Verbesserung der Situation für die denkmalgeschützte Stuhlrohrhalle gesehen. Außerdem haben wir unsere Ideen und Konzepte für die Halle auch bereits beim Denkmalschutzamt vorgestellt und befinden uns hier im laufenden Austausch.

Warum ist dieser Standort für eine dichte Bebauung sinnvoll?

Hamburg wächst und braucht dringend neuen Wohnraum. Im Hinblick auf Bodenversiegelung und Nachhaltigkeit ist es besser, dass Städte im Zentrum kompakt verdichtet werden und „in die Höhe wachsen“. Das verhindert, dass die Städte „nach Außen“ wachsen, Grünflächen versiegelt werden und Wohnquartiere entstehen, die viel Autoverkehr erzeugen. Heute ist das Stuhlrohrquartier eine überwiegend ungenutzte, versiegelte Fläche mit guter Anbindung an den ÖPNV. Das Stuhlrohrquartier in Bergedorf hat eine direkte Innenstadtlage und liegt unmittelbar neben dem Hauptbahnhof. Hier ist der richtige Ort um viel Wohnraum von hoher Qualität zu schaffen. Davon profitieren die Menschen, die eine Wohnung suchen aber auch die Bergedorfer selbst. Denn wächst ein Ort, dann steigt auch die Kaufkraft. Das stärkt auch den lokalen Einzelhandel und das Handwerk vor Ort.

 

Sicht auf das Gelände (Visualisierung: BUWOG Group). Am Schleusengraben (rechts im Bild) wird eine Promenade Richtung Serrahn entstehen. Durch das Quartier zieht sich eine quartierseigene Wasserfläche, die vor der Stuhlrohrhalle und zwischen den Blockrändern große Treppenanlagen für die Öffentlichkeit bietet.

Visualierungen

Visualisierung Wasserbecken im Stadtquartier, rechts eines der drei Wasserhäuser

Wasserbecken mit Wasserhäusern (rechts) und Gewerbe an der Promenade (links)

Inmitten des Quartiers - links das Wasserbecken, rechts ein Teil der Stuhlrohrhallen, hier mit Gastronomiekonzept

Wasserhaus 1, gesehen  vom Schleusengraben in Richtung Westen – rechts die Stuhlrohrhallen mit Gastronomie

 

Die Untersuchung „Mehr Stadt in der Stadt – Chancen für mehr urbane Wohnqualitäten in Hamburg“ hebt die ökologische Qualität von Dichte hervor:

„Alternative Mobilitätskonzepte und die Möglichkeit zur Fortbewegung mit dem Fahrrad oder zu Fuß werden durch dichte Strukturen und eine urbane Verflechtung der Nutzungen begünstigt. Die Zahlen zur Nutzung verschiedener Verkehrsmittel in Hamburg belegen dies: In der kompakten Inneren Stadt werden die Wege sehr viel häufiger zu Fuß, per Rad oder per ÖPNV zurückgelegt als in den äußeren Stadtteilen. 44% der Haushalte in der Inneren Stadt besitzen keinen Pkw.“ Die komplette Untersuchung finden Sie HIER oder über diesen Link: https://tinyurl.com/ybe7psg2

Wie profitiert Bergedorf vom Stuhlrohrquartier?

Die Stuhlrohrhallen werden denkmalschutzgerecht saniert und rundum zugänglich gemacht. Wir öffnen das Gelände, dort wo bisher Zäune das Quartier versperren:

Blick auf das Gelände (November 2017):

Hinter den Stuhlrohrhallen (Anlieferbereich „Dänisches Bettenlager“):

Künftig soll hier eine Promenade sein. Wer vom Süden entlang des Schleusengrabens spaziert oder mit dem Fahrrad kommt, der kann dann entlang des Ufers an der neuen Promenade bis zum Serrahn laufen. Damit steigern wir auch die Attraktivität Bergedorfs für Besucher und Touristen und stärken den Einzelhandel und die Gastronomie am Serrahn. Und nicht zuletzt: Es entsteht dringend benötigter Wohnraum.

Übrigens: Im Quartier sind wohnverträglicher Einzelhandel, Büros, Arztpraxen und eine Kita vorgesehen. So wächst in Bergedorfs Mitte ein buntes und lebendiges Wohnquartier.

Welche Wohnungen entstehen?

Die BUWOG baut Eigentumswohnungen, Mietwohnungen und ein Drittel geförderten Wohnungsbau. Die BUWOG baut dabei auch in den eigenen Bestand. Das bedeutet, dass wir einen Teil der neuen Wohnungen selbst behalten und diese vermieten und verwalten. Somit bleibt die BUWOG langfristig im Stuhlrohrquartier engagiert und hat selbst ein großes Interesse an einem erfolgreichen und lebendigen Stuhlrohrquartier.

 Wie viel Wohnfläche entsteht?

Insgesamt entstehen im Stuhlrohrquartier ca. 150.000 m² BGF (Bruttogeschossfläche). Die Größe „BGF“ beinhaltet Außenwände, Treppenhäuser, etc. Davon

  • 10.000 m² BGF Gewerbe, 140.000 m² BGF Wohnen
  • Tatsächliche Wohnfläche (etwa 75% der BGF): 105.000 m²

Die Frage, wie viele Wohnungen genau entstehen, lässt sich erst genau beantworten, wenn die einzelnen Grundrisse geplant sind. Je nachdem, welche durchschnittliche Fläche pro Wohnung man zugrunde legt, kommt man rechnerisch auf eine unterschiedliche Anzahl von Wohnungen. Maßgeblich für unsere Planung ist die „Tatsächliche Wohnfläche“ von 105.000 m².

Fragen um Projekt? Kommen Sie gerne auf uns zu!

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Update am 11.10.2017: Aktuelle Planung

Am 10. Oktober stellte das Stadtplanungsamt bei der Öffentlichen Plandiskussion (ÖPD) im Lichtwarkhaus die aktuelle Planung für das Stadtquartier bei den Stuhlrohrhallen vor. Das 5,2 Hektar große Areal zwischen Stuhlrohrstraße, Weidenbaumsweg, Sander Damm und Schleusengraben soll neu belebt werden. Ziel ist auch, mit rund 1100 Wohneinheiten neuen Wohnraum zu schaffen. Die Gesamtfertigstellung ist für das Jahr 2025 geplant.

In einem mehrstufigen Verfahren wurde das Projekt der Öffentlichkeit bereits vorgestellt und gemeinsam entwickelt. Hierzu gab es bereits zwei Veranstaltungen: Die erste  Informationsveranstaltung mit rund 300 Interessierten fand im September 2016 statt. In der zweiten Veranstaltung im November 2016, der sogenannten „Gläsernen Werkstatt“, wurden erste Entwürfe der Architekturbüros weiteren rund 300 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern öffentlich präsentiert. Die Entwürfe wurden diskutiert und Ideen aufgenommen. Alle Entwürfe finden Sie HIER 170106_BUWOG_Jury-Bewertung_Broschuere_comp

Im Januar 2017 kürte die Expertenjury aus Politik und Sachverständigen (u.a. Oberbaudirektor Prof. Dr. Jörn Walter), unter Berücksichtigung der Wünsche der BürgerInnen aus dem Dialogverfahren, einstimmig den Siegerentwurf. Zugleich vergab sie weiterführende Auflagen zur Überarbeitung der Planung an die BUWOG Group.
Auf dieser Grundlage, und nach Abstimmung mit dem Stadtentwicklungsausschuss, wurden nun neue Planungen und Visualisierungen durch die BUWOG Group, als Investor, vorgelegt.

Diese wurden im Rahmen der ÖPD vorgestellt. Die verschiedenen Anregungen und Kommentare der Bürgerinnen und Bürger bei der ÖPD werden in den kommenden Wochen ausgewertet. Dabei werden auch offene Fragen, etwa hinsichtlich Bebauung und Dichte, eingearbeitet.

Wie wird das Gelände gestaltet sein?

Ziel ist die Schaffung eines urbanen Wohnquartiers, in das Gewerbe, Gastronomie und Freizeit integriert sind. Zugleich bietet es hochwertige Freiflächen, Quartiersplätze und eine 3000 Quadratmeter große Wasserfläche. Hier, an der Wasserfläche, stehen die Wasserhäuser. Breite Treppenstufen am Wasser laden zum Ausruhen ein. Dies greift die zukünftige Atmosphäre am Serrahn nach Errichtung der „Kupferhoftreppe“ auf. Im Erdgeschoss ringsum sind Gewerbeflächen vorgesehen für Cafés und kleinteiligen Einzelhandel.

Hier einige vorläufige Visualisierungen:

Visualisierung Wasserbecken im Stadtquartier, rechts eines der drei Wasserhäuser

Wasserbecken im Stadtquartier mit breiten Treppenstufen zum Wasser hin. Rechts eines der drei Wasserhäuser (Visualisierung: BUWOG Group)

Blick ins Quartier mit verkehrsberuhigter Wegführung

Blick ins Quartier mit verkehrsberuhigter Wegführung (Visualisierung: BUWOG Group)

Inmitten des Quartiers - links das Wasserbecken, rechts ein Teil der Stuhlrohrhallen, hier mit Gastronomiekonzept

Im Quartier – links Wasserbecken, rechts ein Teil der Stuhlrohrhallen, hier mit dem Gastronomie-Konzept (Visualisierung: BUWOG Group)

 

Für die Jüngsten ist eine Kita mit rund 200 Plätzen geplant. Für die Kleinkinder ist übrigens auch an viele Spielflächen in den Innenhöfen gedacht. Es werden aktuell mehrere Verkehrsgutachten erstellt, um die Auswirkungen auf die nähere und weitere Umgebung und den Verkehrsfluss zu berücksichtigen. Zusätzlich ist die Erstellung eines innovativen Mobilitätskonzeptes (“mySMARTLife“) unter Berücksichtigung von Themen wie CarSharing, Elektromobilität etc. vorgesehen. Das Projekt macht das Ufer längs des Schleusengrabens öffentlich zugänglich. Radfahrer und Spaziergänger können zukünftig direkt am Ufer vom Serrahn in Richtung Vier- und Marschlande gelangen.

Damit wird Bergedorf noch attraktiver – auch für Touristen. Mit der Kombination aus Sachsentor, Schloss und den neuen Stadtquartieren am Schleusengraben bietet Bergedorf damit einen touristischen Reiz zwischen Historie und Aufbruch. Das wird auch positive Effekte für die Belebung von Serrahn und Einzelhandel haben.

Vorbild für die Planung in Bergedorf ist übrigens das Berliner Quartier „52° Nord“. Infos finden Sie auf www.52grad-nord.de

Was passiert mit den Stuhlrohrhallen?

Die Hallen sind derzeit mit langfristigen Mietverträgen vergeben. Zukünftig werden sie denkmalschutzgerecht wiederhergestellt und von allen Seiten über öffentliche Plätze und Wege zugänglich gemacht – als namensgebende Perle des Quartiers. Zur neuen Qualität der historischen Hallen trägt die zeitgemäße Nutzung bei: Eine Halle kann als Markthalle fungieren mit einem Mix aus Einzelhandel, Handwerk und Lebensmittelständen. Alle Bergedorfer Gewerbetreibenden können sich mit Ideen einbringen und bereits für eine Fläche vormerken lassen. Nutzen Sie dazu einfach das Formular im Bereich KONTAKT und schreiben Sie uns!

Die zweite Halle kann zu einem Spiel- und Freizeitzentrum werden, für das unterschiedliche Betreiber, etwa Bergedorfer Vereine, denkbar sind. So bieten ein Indoor-Spielplatz, eine Kletteranlage oder ein Hallen-Minigolf vielseitige Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Familien aus dem Quartier und ganz Bergedorf. In der dritten Halle ist die Kita mit Raum für 200 Kinder vorgesehen. Wer Ideen hat oder sich mit seinem Verein oder Initiative an der Planung zur Hallennutzung beteiligen möchte, kann sich melden bitte über die Funktion KONTAKT.

Welche Wohngebäude werden entstehen?

Die aktuellen Pläne greifen das Ziel des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg „Mehr Stadt in der Stadt“ für Wohnraum und urbane Dichte auf. Der Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs sieht eine klassische Randbebauung mit sechs Geschossen plus zwei rückgestaffelten Geschossen vor (entspricht rund 24 Metern). Die Wasserhäuser im Herzen des Quartiers haben eine Höhe von rund 36 Metern. Das begrünte Hochhaus ist mit 20 bis 22 Geschossen geplant, dies entspricht etwa 60 bis 66 Metern. Im Gegenzug ermöglicht diese kompakte Bebauung den Platz für die Wasser- und Grünflächen, damit das Quartier als urban, aber nicht als „eng“ empfunden wird.
Hamburg braucht neuen Wohnraum. Dazu leistet eine vorausschauende Stadtplanung am Stuhlrohrquartier einen wichtigen Beitrag und realisiert eine Vielfalt unterschiedlicher Wohnungstypen. So entsteht ein für alle gut durchmischtes Quartier im „Hamburger Drittelmix“: Ein Drittel Mietwohnungen (frei finanziert), ein Drittel mietpreisgebundener Wohnungsbau und ein Drittel Eigentumswohnungen. Die Mietwohnungen (frei und gefördert) baut die BUWOG Group in den eigenen Bestand. Das bedeutet, dass diese Wohnungen durch die BUWOG selbst vermietet und verwaltet werden. Somit engagiert sich die BUWOG auch langfristig in und für Bergedorf.

Was bietet das neue Stadtquartier noch?

Das Areal wird zu einem offenen Quartier: Jeder profitiert von der Wasserfläche, kann die neue Uferpromenade für Spaziergänge nutzen und Gastronomie und Einzelhandel erleben. Die Freiräume im Quartier werden so zum vielseitigen Angebot für alle Generationen. Neben Spielmöglichkeiten sind private und öffentliche Erholungsräume vorgesehen. Die Öffnung der Stuhlrohrhallen sorgt dafür, dass diese für alle BergedorferInnen weiterhin erlebbar werden. Dank der durchgängigen Uferpromenade entstehen belebte und damit sichere Wege am Schleusengraben. Neben der Wohnnutzung sind Einzelhandel, Büros, Arztpraxen sowie Kitas geplant. Auch spricht die BUWOG Group bereits mit den bisherigen Mietern, ob und wie diese sich in Zukunft vor Ort einbringen möchten.

Lese-Tipp: Das Transparenzportal

Auf dem Transparenzportal der Stadt Hamburg unter http://suche.transparenz.hamburg.de werden alle öffentlichen Beschlüsse, Gutachten und öffentlich-rechtlichen Verträge hinterlegt.


Alle Fotos und Visualisierungen: BUWOG Group

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Ausstellung zur Planung des Stadtquartiers bei den Stuhlrohrhallen vom 20. April bis 5. Mai 2017 im CCB

Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich in einer Ausstellung im City-Center Bergedorf (CCB) über den Preisträgerentwurf sowie alle weiteren eingereichten Entwürfe des städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahrens zur Neugestaltung des Stadtquartiers bei den Stuhlrohrhallen informieren. 

Zwischen dem 20. April und dem 5. Mai 2017 wurden die einzelnen eingereichten Arbeiten in Form von Skizzen, Visualisierungen, Bildern und Plänen ausgestellt. Der Preisträgerentwurf der Planer raumwerk und GHP aus Frankfurt bzw. Hamburg war zusätzlich als 3-D-Modell – eingebunden in den städtebaulichen Kontext – zu besichtigen.

Anfang Februar erfolgte mit der Jurysitzung des städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahrens ein wichtiger Schritt für das neue Stadtquartier bei den Stuhlrohrhallen: Die achtköpfige Jury aus Sachverständigen, Politik, Eigentümervertretern und Verwaltung, die unter dem Vorsitz von Prof. Zvanko Turkali stand und zu der auch Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter zählte, entschied sich einstimmig für den richtungsweisenden Vorschlag von raumwerk und GHP. Die Planer hatten den Aspekt der besonderen Lage am Wasser – dem Schleusengraben – so in ihren Entwurf integriert, dass daraus eine klare Stärkung der Standortqualität erfolgt. Dies hatte die Jury besonders überzeugt. „Das Projekt stärkt die neue Mitte Bergedorfs mit Bahnhof, CCB, Fußgängerzone und dem Serrahn und bietet neue Wasserflächen und Promenaden – das sind die Stärken Bergedorfs. Dieser neue Ort schafft moderne und attraktive Wohnqualitäten. Das alte und neue Bergedorf wächst hier zusammen“, so Alexander Happ, Geschäftsführer Development Deutschland bei der BUWOG Group, der gemeinsam mit Baudezernent Uwe Czaplenski vom Bezirksamt Bergedorf die Ausstellung eröffnete.

Foto der Ausstellungseröffnung v.l.n.r.: Lutz Müller, Geschäftsführer CCB; Uwe Czaplenski, Baudezernent Bergedorf; Dr. Ingrid Fitzek, Bereichsleiterin Marketing und Kommunikation, BUWOG; Alexander Happ, Geschäftsführer Property Development Deutschland, BUWOG.
Quelle Fotos: Fabian Frühling

 

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Jury kürt Siegerentwurf: Einstimmige Entscheidung für Entwurf der Arbeitsgemeinschaft raumwerk/GHP

Ein wichtiger Schritt für das neue Stadtquartier an den Stuhlrohrhallen in Hamburg-Bergedorf ist vollzogen: Nachdem im Oktober 2016 der Wohnbauentwickler BUWOG Group gemeinsam mit dem Bezirksamt Hamburg-Bergedorf und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zum großen Wettbewerb für Planungskonzepte zum Quartier aufgerufen hatte, wurde nun aus den Entwürfen von acht namhaften Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern ein richtungsweisendes Siegerprojekt ausgewählt.

Jurysitzung am 11. Januar 2017

Zur Jury unter Vorsitz von Prof. Zvanko Turkali zählte auch der Hamburger Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter. Bei der Jurysitzung am 11. Januar 2017 entschieden sich die acht Jurymitglieder einstimmig für den Entwurf des Planerteams raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung, Frankfurt a. M., und GHP Landschaftsarchitekten, Hamburg.

Die Anforderungen an den prominenten Standort am Schleusengraben waren klar definiert: In erster Linie soll das Quartier zentrale Wohnnutzung bieten und somit der drängenden Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum in Hamburg begegnen. Neben den geplanten mind. 1000 neuen Wohneinheiten sind wohnverträglicher Einzelhandel, Büros, Arztpraxen und eine Kita vorgesehen. So soll in Bergedorfs Mitte ein buntes und lebendiges Wohnquartier mit einer Mischung aus Mietwohnungen, Sozialwohnungen und Eigentumswohnungen entstehen.

Bürgerinnen und Bürger im Gespräch mit den Planerteams

Aber nicht nur den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern wird die Struktur des neuen Quartiers einen Mehrwert bieten, sondern ganz Bergedorf soll von den neuen Möglichkeiten, von attraktiven Durchwegungen und neuen Zugängen zum Wasser profitieren. Das war auch eine der Kernforderungen der Bürgerinnen und Bürger, die sich im November 2016 zur „Gläsernen Werkstatt“ mit den teilnehmenden Planungsbüros trafen und ihre Ideen und Wünsche zum Areal an den Stuhlrohrhallen formulierten.

Der Siegerentwurf

Alexander Happ, Geschäftsführer Development Deutschland bei der BUWOG Group über den Siegerentwurf:

„Die Bergedorfer lieben ihr Wasser und wünschen sich durch Neubauprojekte eine Stärkung dieser Standortqualität. Dieser Aspekt wurde vom Siegerentwurf am besten verinnerlicht. Unser Projekt wird nicht nur einen neuen öffentlichen Weg entlang des Schleusengrabens schaffen, sondern durch ein Wasserbecken innerhalb des Quartieres ein ganz neues Zusammenspiel zwischen modernem Quartier und Leben am Wasser ermöglichen.“

Und auch Daniel Riedl, CEO der BUWOG Group, lobt die Qualität des Siegerentwurfs und die Bemühungen aller Beteiligten, im Herzen Bergedorfs ein neues attraktives Quartier mit breiter Stahlkraft für den gesamten Bezirk zu schaffen:

„Schon jetzt wird deutlich, wie groß das Interesse daran ist, an diesem Standort neue Impulse für Bergedorf zu setzen. Das geht am besten gemeinschaftlich. Mit dem Wettbewerb sind wir einen sehr guten Weg im Dialog mit Politik, Bürgern und Verwaltung gegangen. Mein Dank gilt nicht nur dem Planerteam des Siegerentwurfs, sondern allen teilnehmenden Büros, die sich mit großer Expertise und hohem Engagement der Aufgabe gestellt haben, sowie allen Begleitern des Wettbewerbs, insbesondere Herrn Arne Dornquast und Herrn Uwe Czaplenski und ihren Mitarbeitern.“

Das Stadtquartier in Bergedorf ist für das deutsch-österreichische Wohnungsunternehmen von besonderer Bedeutung, da sich die BUWOG langfristig für die Entwicklung des Stadtteils einsetzen und den Anteil der Mietwohnungen dauerhaft im eigenen Bestand halten wird.

Mit dem Siegerentwurf des städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahrens beginnt nun die weitere Planung für das Areal, bei der unter anderem in Abstimmung mit dem Denkmalschutz an einem Nutzungskonzept für die Stuhlrohrhallen gearbeitet wird. Der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens auf Grundlage des ausgewählten Entwurfs stimmte der Stadtentwicklungsausschuss am 1. Februar 2017 einstimmig zu.

Die Jurymitglieder

Die Abbildungen zum städtebaulichen Entwurf entsprechen dem Stand bei Abschluss des Gutachterverfahrens und werden derzeit überarbeitet.

Quelle der Abbildungen zum Entwurf: raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung

Quelle Lageplan: GHP Landschaftsarchitekten

Foto der Jurymitglieder v.l.n.r.: Ernst Heilmann, Prof. Zvonko Turkali, Prof. Jörn Walter, Daniel Riedl, Uwe Czaplenski, Alexander Happ, Peter Gabriel, Andreas Kipar
Quelle Foto der Jurymitglieder: Fabian Frühling

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Veranstaltungsrückblick: „Gläserne Werkstatt“ – öffentliche Diskussion der ersten Ideen zum neuen Stadtquartier am 5. November 2016

„Eine Meinung, die man nicht sagt, hat keine Chance, umgesetzt  zu werden“, so eröffnete Arne Dornquast, Bezirksamtsleiter in Hamburg-Bergedorf, die „Gläserne Werkstatt“ auf dem Areal der ehemaligen Stuhlrohrhallen und forderte die Besucherinnen und Besucher auf, ihre Ideen in den laufenden Planungsprozess für das neu entstehende Stadtquartier einzubringen. Am vergangenen Samstag folgten mehr als 150 Bürgerinnen und Bürger der gemeinsamen Einladung der BUWOG Group und des Bezirksamts Hamburg-Bergedorf. Im Rahmen einer „Gläsernen Werkstatt“ präsentierten acht Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten ihre ersten Ideen für das Areal. Das neue Stadtquartier soll eine Mischung aus Miet-, Sozial- und Eigentumswohnungen mit entsprechender Infrastruktur sein.

„Wir freuen uns, dass so viele Bürgerinnen und Bürger unser Angebot wahrgenommen haben und uns ihr ganz spezielles, lokales Wissen mitgeben. Wir planen hier ein Stadtquartier, das langfristig attraktiv sein soll. Da ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks von Anfang an miteinzubeziehen“, so Ingrid Fitzek, Marketingleiterin bei der BUWOG Group.

Die „Gläserne Werkstatt“ ist Teil einer mehrstufigen Dialogwerkstatt, die von der Agentur urbanista belgeitet wird. Sie bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, einen unmittelbaren Einblick in den laufenden Planungsprozess zu erhalten. Die Planungsteams aus Hamburg, Wien, Frankfurt, Freising, München, Paris und Delft ließen sich bei ihrer Arbeit sozusagen über die Schulter blicken und stellten in ganz unterschiedlichen Herangehensweisen den aktuellen Stand ihrer Arbeit mit ersten Modellen, Bildern oder Visualisierungen vor. Die Gäste waren eingeladen, mit Schaumstoffwürfeln, Karten und Klebepunkten ihre Ideen direkt sichtbar zu machen oder auf Notizzetteln Fragen oder Wünsche zu notieren und ihr Wissen einzubringen. Besonders die Themen Bebauungsdichte und Funktionalität schienen viele Bürgerinnen und Bürger zu bewegen.

Der Weg zum neuen Stadtquartier
Anfang Oktober hat die BUWOG  gemeinsam mit dem Bezirksamt Hamburg-Bergedorf und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen acht Expertenteams aufgefordert, an dem städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahren für dieses Projekt teilzunehmen. Im Zentrum der Anforderungen steht ein innovatives und außergewöhnliches Konzept, das eine attraktive und urbane Dichte aufweisen soll. Auf Basis der Vorgaben hat das Stadtplanungsbüro Claussen-Seggelke die Auslobungsunterlagen erstellt. „Im Gegensatz zu der aktuellen Situation sollen hier überwiegend Wohnungen mit ergänzender Gewerbenutzung entstehen. Die Gebäude sollen unterschiedlich hoch sein, Farben und Fassaden sich gut in das Umfeld einfügen“, so Torsten Wild, Partner und Stadtplaner von Claussen-Seggelke. Wünschenswert ist zudem, dass sich das Quartier gut in die Bergedorfer Innenstadt integriert und diese identitätsstiftend erweitert. Bis Mitte Dezember können die Planer-Teams nun die Anregungen des heutigen Tages einarbeiten und ihre Entwürfe finalisieren. Im Januar 2017 wählt eine Fachjury den Gewinnerentwurf. Ab 2018/2019 sollen die Bauarbeiten beginnen.

Die teilnehmenden Büros
André Poitiers Architekt Stadtplaner, Hamburg und arbos Freiraumplanung, Hamburg; BEHF Architects, Wien (AUT) und Lindle+Bukor atelier für landschaft, Wien (AUT); Mecanoo architecten, Delft (NL); querkraft architekten, Wien (AUT) und KIERAN FRASER LANDSCAPE DESIGN, Wien (AUT); raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung, Frankfurt a.M. und GHP Landschaftsarchitekten, Hamburg; Renner Hainke Wirth Architekten, Hamburg und G2 Landschaft, Hamburg; STUDIOVLAY, Wien (AUT) und Agence Ter, Paris (FR); 03 Architekten, München zusammen mit grabner huber lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Freising.

 

Die Zeitung zur Gläsernen Werkstatt als PDF-Download

UPDATE vom 10.11.2017

Wie im Rahmen der Öffentlichen Plandiskussion am 10. Oktober 2017 angekündigt, finden Sie am Ende dieses Beitrags die Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger Bergedorfs für die Jurysitzung am 11. Januar 2017. Im Fokus der Gläsernen Werkstatt stand der direkte Austausch zwischen den Gästen und den Planerteams, die an ihren individuell eingerichteten Stationen den Stand ihrer Entwürfe nach rund vier Wochen Wettbewerbslaufzeit zur Diskussion stellten. Dabei war der Grad der Ausarbeitung sehr unterschiedlich – von Stimmungsbildern und beispielhaften Vorzeigeprojekten über Skizzen von Ansätzen bis hin zu Modellen und ersten Visualisierungen. Die rund 150 Teilnehmenden nahmen dieses Angebot gerne wahr und gaben den Teams in Gesprächen ihr für den Prozess wertvolles lokales Wissen, ihre Wünsche und Anregungen mit auf den Weg für die weitere Bearbeitung. Dazu passend finden Sie hier das komplette  Interview mit raumwerk, Verfasser des Siegentwurfs:

PDF ZUM DOWNLOAD „Interview“

Über diesen direkten Dialog mit den beteiligten Büros hinaus hatten die Gäste der Gläsernen Werkstatt die Möglichkeit, mittels einer fragebogenbasierten Umfrage Empfehlungen an die Jury zu formulieren. Dies nutzten 14 Personen, auf deren Rückmeldung die Zusammenfassung basiert, die Sie hier abrufen können:

PDF ZUM DOWNLOAD „Anmerkungen der Jury-Bewertung

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Veranstaltungsrückblick: Infotag zum neuen Stadtquartier am 17. September 2016

Rund 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen am 17. September 2016 auf das Areal der ehemaligen Stuhlrohrfabrik in Hamburg-Bergedorf, um sich erstmalig über die Entwicklung des neuen Wohnquartiers zu informieren.

Nach einer gemeinsamen Eröffnung durch Bergedorfs Bezirksamtsleiter Arne Dornquast und Alexander Happ (Geschäftsführer Property Development Deutschland bei der BUWOG Group) boten verschiedene, über das Gelände verteilte Stationen den Gästen die Möglichkeit, sich über das Projekt zu informieren und Fragen zu stellen. Dabei entstand spontan ein erster Ideenaustausch.

Selbstverständlich werden die BUWOG und der Bezirk die interessierte Öffentlichkeit auch nach diesem ersten Austausch über die weiteren Planungen informieren und den Dialog fortführen.

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