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Ausstellung zur Planung des Stadtquartiers bei den Stuhlrohrhallen vom 20. April bis 5. Mai 2017 im CCB

Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich in einer Ausstellung im City-Center Bergedorf (CCB) über den Preisträgerentwurf sowie alle weiteren eingereichten Entwürfe des städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahrens zur Neugestaltung des Stadtquartiers bei den Stuhlrohrhallen informieren. 

Zwischen dem 20. April und dem 5. Mai 2017 wurden die einzelnen eingereichten Arbeiten in Form von Skizzen, Visualisierungen, Bildern und Plänen ausgestellt. Der Preisträgerentwurf der Planer raumwerk und GHP aus Frankfurt bzw. Hamburg war zusätzlich als 3-D-Modell – eingebunden in den städtebaulichen Kontext – zu besichtigen.

Anfang Februar erfolgte mit der Jurysitzung des städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahrens ein wichtiger Schritt für das neue Stadtquartier bei den Stuhlrohrhallen: Die achtköpfige Jury aus Sachverständigen, Politik, Eigentümervertretern und Verwaltung, die unter dem Vorsitz von Prof. Zvanko Turkali stand und zu der auch Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter zählte, entschied sich einstimmig für den richtungsweisenden Vorschlag von raumwerk und GHP. Die Planer hatten den Aspekt der besonderen Lage am Wasser – dem Schleusengraben – so in ihren Entwurf integriert, dass daraus eine klare Stärkung der Standortqualität erfolgt. Dies hatte die Jury besonders überzeugt. „Das Projekt stärkt die neue Mitte Bergedorfs mit Bahnhof, CCB, Fußgängerzone und dem Serrahn und bietet neue Wasserflächen und Promenaden – das sind die Stärken Bergedorfs. Dieser neue Ort schafft moderne und attraktive Wohnqualitäten. Das alte und neue Bergedorf wächst hier zusammen“, so Alexander Happ, Geschäftsführer Development Deutschland bei der BUWOG Group, der gemeinsam mit Baudezernent Uwe Czaplenski vom Bezirksamt Bergedorf die Ausstellung eröffnete.

Foto der Ausstellungseröffnung v.l.n.r.: Lutz Müller, Geschäftsführer CCB; Uwe Czaplenski, Baudezernent Bergedorf; Dr. Ingrid Fitzek, Bereichsleiterin Marketing und Kommunikation, BUWOG; Alexander Happ, Geschäftsführer Property Development Deutschland, BUWOG.
Quelle Fotos: Fabian Frühling

 

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Jury wählte Siegerentwurf aus – einstimmige Entscheidung für Entwurf der Arbeitsgemeinschaft raumwerk/GHP

Ein wichtiger Schritt für das neue Stadtquartier an den Stuhlrohrhallen in Hamburg-Bergedorf ist vollzogen: Nachdem im Oktober 2016 der Wohnbauentwickler BUWOG Group gemeinsam mit dem Bezirksamt Hamburg-Bergedorf und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zum großen Wettbewerb für Planungskonzepte zum Quartier aufgerufen hatte, wurde nun aus den Entwürfen von acht namhaften Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern ein richtungsweisendes Siegerprojekt ausgewählt.

Jurysitzung am 11. Januar 2017
Zur Jury unter Vorsitz von Prof. Zvanko Turkali zählte auch der Hamburger Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter. Bei der Jurysitzung am 11. Januar 2017 entschieden sich die acht Jurymitglieder einstimmig für den Entwurf des Planerteams raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung, Frankfurt a. M., und GHP Landschaftsarchitekten, Hamburg.

Die Anforderungen an den prominenten Standort am Schleusengraben waren klar definiert: In erster Linie soll das Quartier zentrale Wohnnutzung bieten und somit der drängenden Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum in Hamburg begegnen. Neben den geplanten mind. 1000 neuen Wohneinheiten sind wohnverträglicher Einzelhandel, Büros, Arztpraxen und eine Kita vorgesehen. So soll in Bergedorfs Mitte ein buntes und lebendiges Wohnquartier mit einer Mischung aus Mietwohnungen, Sozialwohnungen und Eigentumswohnungen entstehen.

Bürgerinnen und Bürger im Gespräch mit den Planerteams
Aber nicht nur den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern wird die Struktur des neuen Quartiers einen Mehrwert bieten, sondern ganz Bergedorf soll von den neuen Möglichkeiten, von attraktiven Durchwegungen und neuen Zugängen zum Wasser profitieren. Das war auch eine der Kernforderungen der Bürgerinnen und Bürger, die sich im November 2016 zur „Gläsernen Werkstatt“ mit den teilnehmenden Planungsbüros trafen und ihre Ideen und Wünsche zum Areal an den Stuhlrohrhallen formulierten.

Der Siegerentwurf
„Die Bergedorfer lieben ihr Wasser und wünschen sich durch Neubauprojekte eine Stärkung dieser Standortqualität. Dieser Aspekt wurde vom Siegerentwurf am besten verinnerlicht. Unser Projekt wird nicht nur einen neuen öffentlichen Weg entlang des Schleusengrabens schaffen, sondern durch ein Wasserbecken innerhalb des Quartieres ein ganz neues Zusammenspiel zwischen modernem Quartier und Leben am Wasser ermöglichen“, sagt Alexander Happ, Geschäftsführer Development Deutschland bei der BUWOG Group.

Und auch Daniel Riedl, CEO der BUWOG Group, lobt die Qualität des Siegerentwurfs und die Bemühungen aller Beteiligten, im Herzen Bergedorfs ein neues attraktives Quartier mit breiter Stahlkraft für den gesamten Bezirk zu schaffen.

„Schon jetzt wird deutlich, wie groß das Interesse daran ist, an diesem Standort neue Impulse für Bergedorf zu setzen. Das geht am besten gemeinschaftlich. Mit dem Wettbewerb sind wir einen sehr guten Weg im Dialog mit Politik, Bürgern und Verwaltung gegangen. Mein Dank gilt nicht nur dem Planerteam des Siegerentwurfs, sondern allen teilnehmenden Büros, die sich mit großer Expertise und hohem Engagement der Aufgabe gestellt haben, sowie allen Begleitern des Wettbewerbs, insbesondere Herrn Arne Dornquast und Herrn Uwe Czaplenski und ihren Mitarbeitern“, sagt BUWOG-CEO Daniel Riedl.

Das Stadtquartier in Bergedorf ist für das deutsch-österreichische Wohnungsunternehmen von besonderer Bedeutung, da sich die BUWOG langfristig für die Entwicklung des Stadtteils einsetzen und den Anteil der Mietwohnungen dauerhaft im eigenen Bestand halten wird.

Mit dem Siegerentwurf des städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahrens beginnt nun die weitere Planung für das Areal, bei der unter anderem in Abstimmung mit dem Denkmalschutz an einem Nutzungskonzept für die Stuhlrohrhallen gearbeitet wird. Der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens auf Grundlage des ausgewählten Entwurfs stimmte der Stadtentwicklungsausschuss am 1. Februar 2017 einstimmig zu.

 

Die Jurymitglieder
Prof. Zvonko Turkali (Vorsitzender)
freier Architekt/ Stadtplaner, Frankfurt a.M.

Andreas Kipar
freier Landschaftsarchitekt, Mailand/Duisburg

Prof. Jörn Walter
Oberbaudirektor,
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg

Uwe Czaplenski
Bezirksamt Hamburg-Bergedorf,
Leiter Dezernat Wirtschaft Bauen und Umwelt

Daniel Riedl
CEO BUWOG AG

Alexander Happ
BUWOG Property Development Germany

Peter Gabriel
SPD-Fraktion, BV Hamburg-Bergedorf

Ernst Heilmann (in Vertretung für Herrn Noetzel)
Fraktion Die Linke, BV Hamburg-Bergedorf

Die Abbildungen zum städtebaulichen Entwurf entsprechen dem Stand bei Abschluss des Gutachterverfahrens und werden derzeit überarbeitet.

Quelle der Abbildungen zum Entwurf: raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung

Quelle Lageplan: GHP Landschaftsarchitekten

Foto der Jurymitglieder v.l.n.r.: Ernst Heilmann, Prof. Zvonko Turkali, Prof. Jörn Walter, Daniel Riedl, Uwe Czaplenski, Alexander Happ, Peter Gabriel, Andreas Kipar
Quelle Foto der Jurymitglieder: Fabian Frühling

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Veranstaltungsrückblick: „Gläserne Werkstatt“ – öffentliche Diskussion der ersten Ideen zum neuen Stadtquartier am 5. November 2016

„Eine Meinung, die man nicht sagt, hat keine Chance, umgesetzt  zu werden“, so eröffnete Arne Dornquast, Bezirksamtsleiter in Hamburg-Bergedorf, die „Gläserne Werkstatt“ auf dem Areal der ehemaligen Stuhlrohrhallen und forderte die Besucherinnen und Besucher auf, ihre Ideen in den laufenden Planungsprozess für das neu entstehende Stadtquartier einzubringen. Am vergangenen Samstag folgten mehr als 150 Bürgerinnen und Bürger der gemeinsamen Einladung der BUWOG Group und des Bezirksamts Hamburg-Bergedorf. Im Rahmen einer „Gläsernen Werkstatt“ präsentierten acht Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten ihre ersten Ideen für das Areal. Das neue Stadtquartier soll eine Mischung aus Miet-, Sozial- und Eigentumswohnungen mit entsprechender Infrastruktur sein.

„Wir freuen uns, dass so viele Bürgerinnen und Bürger unser Angebot wahrgenommen haben und uns ihr ganz spezielles, lokales Wissen mitgeben. Wir planen hier ein Stadtquartier, das langfristig attraktiv sein soll. Da ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks von Anfang an miteinzubeziehen“, so Ingrid Fitzek, Marketingleiterin bei der BUWOG Group.

Die „Gläserne Werkstatt“ ist Teil einer mehrstufigen Dialogwerkstatt, die von der Agentur urbanista belgeitet wird. Sie bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, einen unmittelbaren Einblick in den laufenden Planungsprozess zu erhalten. Die Planungsteams aus Hamburg, Wien, Frankfurt, Freising, München, Paris und Delft ließen sich bei ihrer Arbeit sozusagen über die Schulter blicken und stellten in ganz unterschiedlichen Herangehensweisen den aktuellen Stand ihrer Arbeit mit ersten Modellen, Bildern oder Visualisierungen vor. Die Gäste waren eingeladen, mit Schaumstoffwürfeln, Karten und Klebepunkten ihre Ideen direkt sichtbar zu machen oder auf Notizzetteln Fragen oder Wünsche zu notieren und ihr Wissen einzubringen. Besonders die Themen Bebauungsdichte und Funktionalität schienen viele Bürgerinnen und Bürger zu bewegen.

Der Weg zum neuen Stadtquartier
Anfang Oktober hat die BUWOG  gemeinsam mit dem Bezirksamt Hamburg-Bergedorf und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen acht Expertenteams aufgefordert, an dem städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahren für dieses Projekt teilzunehmen. Im Zentrum der Anforderungen steht ein innovatives und außergewöhnliches Konzept, das eine attraktive und urbane Dichte aufweisen soll. Auf Basis der Vorgaben hat das Stadtplanungsbüro Claussen-Seggelke die Auslobungsunterlagen erstellt. „Im Gegensatz zu der aktuellen Situation sollen hier überwiegend Wohnungen mit ergänzender Gewerbenutzung entstehen. Die Gebäude sollen unterschiedlich hoch sein, Farben und Fassaden sich gut in das Umfeld einfügen“, so Torsten Wild, Partner und Stadtplaner von Claussen-Seggelke. Wünschenswert ist zudem, dass sich das Quartier gut in die Bergedorfer Innenstadt integriert und diese identitätsstiftend erweitert. Bis Mitte Dezember können die Planer-Teams nun die Anregungen des heutigen Tages einarbeiten und ihre Entwürfe finalisieren. Im Januar 2017 wählt eine Fachjury den Gewinnerentwurf. Ab 2018/2019 sollen die Bauarbeiten beginnen.

Die teilnehmenden Büros
André Poitiers Architekt Stadtplaner, Hamburg und arbos Freiraumplanung, Hamburg; BEHF Architects, Wien (AUT) und Lindle+Bukor atelier für landschaft, Wien (AUT); Mecanoo architecten, Delft (NL); querkraft architekten, Wien (AUT) und KIERAN FRASER LANDSCAPE DESIGN, Wien (AUT); raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung, Frankfurt a.M. und GHP Landschaftsarchitekten, Hamburg; Renner Hainke Wirth Architekten, Hamburg und G2 Landschaft, Hamburg; STUDIOVLAY, Wien (AUT) und Agence Ter, Paris (FR); 03 Architekten, München zusammen mit grabner huber lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Freising.

 

Die Zeitung zur Gläsernen Werkstatt als PDF-Download

 

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Veranstaltungsrückblick: Infotag zum neuen Stadtquartier am 17. September 2016

Rund 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen am 17. September 2016 auf das Areal der ehemaligen Stuhlrohrfabrik in Hamburg-Bergedorf, um sich erstmalig über die Entwicklung des neuen Wohnquartiers zu informieren.

Nach einer gemeinsamen Eröffnung durch Bergedorfs Bezirksamtsleiter Arne Dornquast und Alexander Happ (Geschäftsführer Property Development Deutschland bei der BUWOG Group) boten verschiedene, über das Gelände verteilte Stationen den Gästen die Möglichkeit, sich über das Projekt zu informieren und Fragen zu stellen. Dabei entstand spontan ein erster Ideenaustausch.

Selbstverständlich werden die BUWOG und der Bezirk die interessierte Öffentlichkeit auch nach diesem ersten Austausch über die weiteren Planungen informieren und den Dialog fortführen.

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